Referenzen aus der Wasserwirtschaft
Die Eigenarten der Gewässer erfordern an den speziellen Einzelfall angepasste Maßnahmen. Um den komplexen ökologischen Zusammenhängen gerecht zu werden, müssen Bauweisen und Materialien in ihren Auswirkungen fachkundig beurteilt werden.
Zur Vorbereitung konkreter Planungen werden hydrologische Untersuchungen erforderlich. So werden mit Computermodellen Niederschlag-Abflussmodelle erstellt und Hochwasserabflussvorgänge simuliert.
Das Management des Wasserabflusses ist auch im Stadtbereich aus Gründen des Hochwasserschutzes von großer Bedeutung.
Die Vielfältigen Ansprüche an die Hochwasserrückhaltung erfordern die sensible Einbindung der Bauwerke in den Landschaftsraum.
Es empfiehlt sich, Hochwasserrückhaltebecken in verschiedene Funktionsräume zu gliedern: Dabei sollte der Erholungsbereich räumlich von der Ruhezone (Feuchtbiotop) getrennt sein.
Hochwassersicherer Ausbau Fürstenauer Mühlenbach
Der Fürstenauer Mühlenbach wurde auf einer Länge von 1,1 km in der Stadt Fürstenau hochwassersicher und naturnah ausgebaut. Dieser Ausbau war die letzte Baumaßnahme im Gesamtkonzept Hochwasserschutz Fürstenauer Mühlenbach.
Die Planung hatte zum Ziel, die Ansprüche des Hochwasserschutzes mit einer naturnahen Gestaltung zu kombinieren. Für den Hochwasserabfluss erhielt der Bach nach Möglichkeit ein- oder beidseitige Bermen oberhalb der Mittelwasserrinne. Durch Sohlgleiten wurde die faunistische Durchgängigkeit wiederhergestellt. In einem 300 m langen Revitalisierungsabschnitt wurde dem Fürstenauer Mühlenbach Möglichkeit und Raum gegeben, sich wieder natürlich zu entwickeln.
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Fischaufstieg beim Hochwasserrückhaltebecken Petersfehn
In der Haaaren wurde unterhalb des Hochwasserrückhaltebeckens Petersfehn die faunistische Durchgängigkeit wiederhergestellt. Sie war durch die Wehranlage des Hochwasserrückhaltebeckens unterbrochen worden.
Die Planung beinhaltete die Gegenüberstellung verschiedener Varianten, um Ober- und Unterlauf der Haaren wieder zu verbinden.
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Überschwemmungsgebiet HQ 100 Große Norderbäke
Die Stadt Westerstede plant an der Abfahrt Westerstede-West der Autobahn A 28 die Erschließung eines Gewerbegebietes. Die Flächen befinden sich in der Nähe des Gewässers Große Norderbäke, so dass zu untersuchen war, mit welchen Wasserspiegeln und Überschwemmungsflächen bei einem Hochwasserereignis HQ100 (Wiederkehrhäufigkeit 1 mal in 100 Jahren) im Gewässer bzw. im Talraum zu rechnen ist. Hieraus konnten dann die Auswirkungen der geplanten Bebauung sowie erforderliche Ausgleichsmaßnahmen abgeleitet werden.
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Umsetzung der WRRL "Modellprojekt Hunte 25"
Eine immissionsorientierte Betrachtungsweise im Sinne der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) bezieht die Vorbelastung eines Gewässers unter verschiedensten Blickwinkeln in die Bewertung von Einleitungen aus Mischwasser- und / oder Regenwasserkanalnetzen ein. Die Auswirkungen von Einleitungen kann damit realitätsnah beurteilt werden – zum Wohle des Gewässers.
Überlaufleitung Friedenstal - Bernau
Im Ortsteil Friedenstal der Stadt Bernau bei Berlin wurde im Zuge der Erweiterung der Regenwasserkanalisation eine vorhandene Teichanlage aus zwei Teichen umgestaltet und mit einer rd. 300 m langen Betonrohrleitung an das vorhandene Regenkanalnetz angeschlossen.
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